Boris Pilleri’s Jammin’

Samstag, 10. Februar 2018 - Kulturclub Maison Pierre, Burgdorf

Spitzenjahrgang: 40 Jahre Boris Pilleri’s Jammin’ mit neuer CD

Was haben Boris Pilleris’ Jammin’ mit guten Wein gemeinsam? Je älter und reifer, desto besser. Und genau diese Reife strahlt das neuen Jubiläumsalbum "Bad as Usual“ aus. Die Plattentaufe fand am 7. Mai in der Mühle Hunziken statt. Und wenn ihr den besten Boris Pilleri aller Zeiten mit einer druckvollen Band ever live verpasst habt, lasst euch das Album auf dem Trommelfell zergehen.

„Bad as Usual“ besteht aus 8 Eigen-Kompositionen, davon 2 Remakes seiner stärksten Nummern und 3 Songs, die Boris Pilleri neu arrangiert hat. Man hört den Songs an, dass Boris und seine Band Jammin’ seit 1976 erst die Bühnen Berns, dann der Schweiz, schliesslich der Welt rockte, pardon blueste. Ein kurzer Rückblick auf 40 Jahre Bandgeschichte mit grossen Namen, deren Publikum Jammin’ als Supporting Act eingeheizt hat, liest sich wie ein Musiklexikon: Keine geringeren als John Mayall’s Bluesbreakers, Albert Collins, Climax Blues Band, Eric Burdon, Mitch Rider, Deep Purple, Edgar Winter, Candy Dulfer, wie bitte, ZZ Top geben sich ein Stelldichein. Auf dem FreedomFestival in Philadelhia spielten sie mit Bo Diddley, Ritchie Havens und (mir kommen die Tränen) Crosby, Stills & Nash, leider ohne Neil Young.

Die aktuelle Besetzung unterstützt, den junggebliebenen, charismatischen Altmeister Pilleri mit Volldampf: Martin Kissling (drums), Gary Coleman (bass), Claude Barbotte (keys), Andreas Beer (trumpet), Patrick Schnyder (sax), Flo Weiss (trombone) und als Special Guest Freda Goodlett. Die in der Schweiz lebende US-Sängerin mit ihrer warmen, charaktervollen Stimme bildet das perfekte Gegengewicht zur rauen Bluesstimme von Boris Pilleri, was „Bad as Usual“ zu einer wirklich reifen Meisterleistung macht.

Nun versuche ich durch eine kleine Degustation von „Bad as Unusal“, eure Musikgeschmacksnerven für ein erstaunliches Blues-Funk-Rock-Gemisch zu sensibilisieren. Ein Amuse Orielle eines Spitzenjahrgangs: „Here in the Dark“, der Klassiker geht runter wie Öl. „Paradise in Hell“, Blues on the Rocks vom Feinsten.
„Danger Street“, mehrfacher Genuss kann zu Abhängigkeit führen. „Don’t hurt yourself“, ein Duett von Freda Goodlett und Boris Pilleri, das echt betrunken macht. Zum Schluss einen Quintana Roo, ein Absacker, der sehr nach Carlos Santana schmeckt.

Abschliessend muss ich gestehen, der Vergleich zu Beginn mit dem Wein hinkt etwas, es ist eher ein clever gemixter Cocktail: Ein Teil Robert Cray, zwei Teile Johnny Guitar Watson, ein kräftiger Schuss Tower of Power und als Topping purer James Brown, mit dem Unterschied, dass Boris Pilleri noch nie im Knast gesessen hat. Aber vielleicht schafft er das bis zur nächsten Scheibe.

Tickets

Samstag, 10. Februar 2018, 20:30 Uhr
Kategorie Anzahl  
Vorverkauf je CHF 40.00
Abendkasse je CHF 45.00

Teaser

Info

Kulturclub Maison Pierre
Scheunenstrasse 3
3400 Burgdorf

Verein Kulturclub Maison Pierre
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